Die menschliche Familie nach ihrer Entstehung und natürlichen Entwickelung

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By Rebecca King Posted on Jan 2, 2026
In Category - World Religions
Hellwald, Friedrich von, 1842-1892 Hellwald, Friedrich von, 1842-1892
German
Hey, have you ever wondered how people in the 19th century tried to make sense of the whole world? I just finished this wild book from 1872 called 'Die menschliche Familie' (The Human Family). It's by this Austrian explorer, Friedrich von Hellwald, and it's his attempt to explain the origin and development of all human societies. The main thing that grabbed me is the conflict at its heart: it's a product of its colonial era, trying to fit every culture into a single ladder of 'progress' from 'savage' to 'civilized.' Reading it now is like a time capsule—you're not just learning his theories, you're seeing how those theories were used to justify power. It's uncomfortable, fascinating, and a stark reminder of how ideas shape history.
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und sonstige Ausbildung des Körpers bei den Negerinnen scheint z. B. Herrn +Hugo Zöller+ durch eine wenn auch noch unbedeutende Beimischung europäischen Blutes begünstigt zu werden, darnach zu urteilen, dass die meisten Mulattinnen fast übermässig stark entwickelte Körperformen besitzen.[8] Man darf also füglich sagen, dass die leibliche Differenzierung der Geschlechter mit ihrer jeweiligen Kulturentwicklung gleichen Schritt halte. Wie ähnlich oder verschieden nun männliche und weibliche Geschöpfe sein mögen, stets ergänzen sie einander und bilden in ihrer Vereinigung erst das rechte, wahre Individuum. Zu dieser Vereinigung werden sie aber durch den mächtigsten Drang getrieben: Einstweilen, bis den Bau der Welt Philosophie zusammenhält, Erhält sich das Getriebe Durch Hunger und durch Liebe singt +Friedrich Schiller+ und fasst in diesen wenigen Worten mit scharfem Blicke die zwei Haupttriebfedern des Thuns und Lassens der Lebewesen zusammen. Der mächtigste Urheber alles Fortschrittes ist sonder Zweifel der Hunger gewesen, denn das Nahrungsbedürfnis kehrt stets in kurzen Zeiträumen wieder und lässt sich darüber hinaus nur schwer und dann nicht lange beschwichtigen. Überall auf Erden geht der Geschöpfe erstes Sinnen und Trachten auf Stillung des Hungers aus, und welche Eroberungen verdankt die Menschheit nicht diesem allgewaltigen Triebe! Jagd, Fischfang, Ackerbau, ja eine Menge von Industriezweigen und selbst von gesellschaftlichen Einrichtungen haben keine andre Ursache, als den Stachel des Hungers. Nächst dem Hunger der mächtigste Tyrann der organischen Welt ist der +Geschlechts+- oder +Paarungstrieb+, welcher die Geschlechter einander in die Arme führt. Ernährung, Kreislauf, Atmung, Ab- und Aussonderungen sorgen für die Erhaltung des Individuums. Zur Erhaltung der Gattung führt die Zeugung (_Generatio_), welche in der Pflanze auf einer Notwendigkeit, im Tiere auf einem Instinkte beruht, im Menschen ein durch die Dazwischenkunft des Geistigen +veredelbarer+ Trieb ist,[9] zur +Liebe+ werden kann, von der +Schiller+ spricht und die Dichter aller Zeiten singen. Dem Paarungstriebe sind in einem gewissen Stadium ihrer Entwicklung ausnahmslos alle normal gebildeten Individuen der höheren Tierarten unterworfen; er ist mit +einem+ Worte ein +Naturgesetz+. Auf einer untersten Stufe ist dem Geschöpfe, nicht als Individuum, sondern in Anbetracht seiner Erhaltung, nichts so sehr von Nutzen, als dass durch unvermitteltes Nervenspiel dem Anreize zur Fortpflanzung sofort die entsprechende Thätigkeit der Bewegungsnerven folge. Der Mensch bewahrt noch unverloren dieses alte Erbe. Das Zeugungsgeschäft (_Coitus_) ist eine reflexive, automatische Bewegung, welche man ererbt und welche sich vollzieht wie das Atmen und Milchsaugen aus dem mütterlichen Busen. Werden ein mannbarer Mann und ein eben solches Weib, so führt +Paolo Mantegazza+, der gefeierte Florentiner Anthropologe, aus, mögen sie noch so unschuldig sein, sich selbst überlassen, so werden sie, nachdem sie sich einander genähert haben, ohne es fast zu wissen, den Weg finden, durch den ein neues Geschöpf in das Leben gerufen wird.[10] +Plato+ hat den Träger des Geschlechtssinnes deshalb nicht mit Unrecht als ein Tier für sich innerhalb des Menschen bezeichnet; so selbständig erschien ihm sein Verhalten unter Abweisung des Einflusses der „oberen Seelen“, so überwiegend wirksam erscheint hier noch der ererbte Instinkt aus der Zeit primitivster Sorge für die Erhaltung des Lebens der Art.[11] Man nennt daher diesen Paarungs- oder Begattungstrieb auch den „Zeugungstrieb“, insoferne als dessen Befriedigung normal das Entstehen von Nachkommenschaft zur Folge hat. Doch möchte ich letztere Benennung weniger bevorzugen, weil in ihr der Sinn zu schlummern scheint, als ob die Zeugung der von den Individuen +beabsichtigte+ Zweck ihrer Vereinigung wäre. Dies ist aber durchaus nicht der Fall. Die Vereinigung der Tiere erfolgt instinktiv; sie dienen in derselben nicht sich, nicht ihrem eigenen Nutzen, sondern sie folgen unbewusst den Zwecken der Natur. Freilich wird der Geschlechtstrieb befriedigt, dessen Unterdrückung für das Geschöpf die schwersten Schädigungen herbeiführen kann und somit einfach widernatürlich ist. Das vornehmste Wesen der Schöpfung vermag allerdings, wenn...

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Published in 1872, Friedrich von Hellwald's Die menschliche Familie nach ihrer Entstehung und natürlichen Entwickelung (The Human Family According to Its Origin and Natural Development) isn't a novel. It's an ambitious work of ethnology and anthropology from a time when Europe was mapping the globe, both geographically and culturally.

The Story

There's no traditional plot. Instead, Hellwald constructs a grand narrative of human history. He argues that all societies evolve through set stages—like hunting, herding, and farming—on a fixed path toward European-style civilization. He packs it with observations from explorers and his own travels, trying to create a single, scientific story for humanity's diversity.

Why You Should Read It

You don't read this book to agree with it. You read it to understand a powerful worldview that influenced empires. It's a primary source that shows how 'science' was once used to rank people and cultures. It’s often jarring, but that's the point. Seeing these ideas laid out so confidently helps us recognize similar biases that might linger today, just dressed differently. It’s a lesson in critical thinking, wrapped in a historical document.

Final Verdict

This is a specialist's book, but it has wider appeal. It's perfect for readers interested in the history of ideas, colonialism, or the roots of social science. If you enjoy books that make you think about how we think about the world, this is a challenging but revealing look into a past mindset. Approach it not as truth, but as a fascinating artifact of its time.



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Brian Lewis
1 year ago

Solid story.

Kenneth Torres
11 months ago

The fonts used are very comfortable for long reading sessions.

Emma Young
7 months ago

This book was worth my time since the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Absolutely essential reading.

Susan Allen
1 year ago

This book was worth my time since the plot twists are genuinely surprising. Truly inspiring.

Melissa Smith
1 year ago

Wow.

4.5
4.5 out of 5 (7 User reviews )

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